Orchestrierung von Containern in Produktion. Wann K8s das richtige Werkzeug ist — und wann es zu groß ist.
Kategorie · DevOps & Infra
Was Kubernetes macht.
Kubernetes (K8s) ist ein Orchestrator: Es verteilt Container auf einen Pool von Maschinen, startet ausgefallene neu, skaliert nach Last hoch und runter und rollt neue Versionen ohne Ausfall aus.
Man beschreibt den gewünschten Zielzustand deklarativ, und K8s sorgt fortlaufend dafür, dass die Realität diesem Zustand entspricht. Selbstheilung ist hier der Normalfall, nicht die Ausnahme.
Wann es das richtige Werkzeug ist.
K8s trägt, wenn viele Services parallel laufen, die Last stark schwankt und Ausfallsicherheit über mehrere Knoten gefordert ist — typisch für Plattformen, die wir für Kunden im Dauerbetrieb halten.
Wir setzen es dort ein, wo der Betrieb es rechtfertigt, und nutzen Managed-Varianten (AKS, EKS, GKE), um den Cluster-Unterbau nicht selbst pflegen zu müssen.
Wann es zu groß ist.
Für eine einzelne App oder eine Handvoll Services ist Kubernetes Overkill — die Komplexität frisst den Nutzen auf. Ein verwalteter Container-Dienst oder Docker Compose ist dann schneller, billiger und besser wartbar.
K8s lohnt sich erst, wenn die Betriebslast eines manuellen Setups die Lernkurve des Clusters übersteigt. Diese Schwelle zu erkennen, ist die eigentliche Entscheidung.

