Welche Cloud für welchen Zweck. Datenresidenz EU, Anbieter-Lock-in, Kosten — und warum die Frage selten technisch ist.
Kategorie · DevOps & Infra
Drei Anbieter, ein Prinzip.
AWS, Azure und Google Cloud bieten Rechenleistung, Speicher und Dienste als Mietmodell — minutengenau abgerechnet, weltweit verfügbar. Technisch unterscheiden sie sich im Detail, im Kern leisten sie das Gleiche.
AWS ist am breitesten, Azure stark im Microsoft-Umfeld, GCP führend bei Daten und KI. Welche passt, hängt seltener an der Technik als am Kontext.
Warum die Frage selten technisch ist.
Bei deutschen Kunden entscheidet meist die Datenresidenz: Liegen die Daten in einer EU-Region, wer hat Zugriff, was verlangt die DSGVO. Diese Antworten kommen vor der Architektur, nicht danach.
Wir wählen den Anbieter nach Datenschutz, bestehender Landschaft und Lock-in-Risiko aus — und halten dort, wo möglich, eine portable Basis aus Containern und IaC, um nicht an einen Anbieter gefesselt zu sein.
Was man unterschätzt.
Cloud ist nicht automatisch günstig. Ohne Kostenkontrolle laufen Egress-Gebühren, ungenutzte Ressourcen und Managed-Services-Aufschläge schnell aus dem Ruder.
Und der Lock-in ist real: Je tiefer man proprietäre Dienste nutzt, desto teurer wird der Wechsel. Das ist eine bewusste Abwägung, kein Versehen.

