Inkrementell liefern, früh lernen. Was Agile ist — und was Scrum-Theater. Wir setzen es differenziert ein.
Kategorie · Projektmanagement
Was Agile wirklich meint.
Agile ist kein Prozess, sondern eine Haltung: in kurzen Zyklen liefern, früh echtes Feedback einholen, den Plan an die Realität anpassen statt umgekehrt. Das Manifest von 2001 stellt vier Werte über Dogma — funktionierende Software über Dokumentation, Reaktion auf Veränderung über das Befolgen eines Plans.
Das Gegenteil ist nicht „Wasserfall", sondern Scrum-Theater: Daily Standups, die zu Status-Meetings verkommen, Sprints ohne lieferbares Inkrement, Velocity als Selbstzweck.
Wie wir es einsetzen.
Wir arbeiten agil, wo Unsicherheit hoch ist und wir schnell lernen müssen — also bei fast jedem Produkt in der frühen Phase. Konkret heißt das: kleine Inkremente, die man anfassen kann, regelmäßige Reviews mit dem Kunden, keine Spezifikation, die monatelang im Schrank liegt.
Wo es kippt.
Agile ersetzt keine Richtung. Ohne klares Ziel produziert ein agiles Team schnell viel Falsches. Und nicht jeder Kontext profitiert: Hat ein Vorhaben harte Fixtermine, regulatorische Abnahmen oder kaum Unsicherheit, ist starre Iteration eher Reibung als Hebel.
