Daten als Produkt, organisiert nach Domänen. Warum das mehr Organisations- als Technikfrage ist.
Kategorie · Daten & Analytics
Daten als Produkt, nach Domänen.
Data Mesh dreht das zentrale Datenteam um: Statt einer Stelle, die alle Daten aller Abteilungen verwaltet, besitzt jede Fach-Domäne ihre eigenen Daten und stellt sie als Produkt bereit — dokumentiert, versioniert, mit Qualitätszusagen.
Der Vertrieb verantwortet die Vertriebsdaten, das Marketing die seinen. Eine zentrale Plattform liefert nur die gemeinsame Infrastruktur, nicht die Inhalte.
Wann der Ansatz trägt.
Data Mesh löst ein Organisationsproblem, kein Technikproblem: Wenn das zentrale Datenteam zum Flaschenhals wird, weil es die Fachlichkeit von zwölf Abteilungen nie tief genug kennt. Dann hilft es, Verantwortung dorthin zu geben, wo das Domänenwissen sitzt.
Die ehrliche Einschränkung.
Mesh setzt voraus, dass jede Domäne fähig und willens ist, Daten als Produkt zu pflegen — mit eigenen Leuten, eigenem Anspruch. Wer das einem Mittelständler mit drei Datenmenschen verkauft, baut Bürokratie statt Beschleunigung. Bei dieser Größe schlägt ein gutes zentrales Warehouse jedes Mesh.
