Barrierefreiheit ist ab 2025 Pflicht (BFSG). Was WCAG 2.2 AA in der Praxis bedeutet — und wie wir das im Build sicherstellen.
Kategorie · Frontend & UI
Ab 2025 Pflicht.
Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) müssen viele digitale Produkte ab dem 28. Juni 2025 barrierefrei sein — nicht freiwillig, sondern gesetzlich. Maßstab ist im Kern die WCAG 2.2 auf Konformitätsstufe AA.
Konkret heißt das: ausreichende Farbkontraste, vollständige Tastatur-Bedienbarkeit, sinnvolle Struktur für Screenreader, beschriftete Formulare, sichtbarer Fokus.
Wie wir das im Build sichern.
Barrierefreiheit ist bei uns kein Nachgang, sondern Teil der Definition of Done. Semantisches HTML statt div-Wüsten, Accessibility-Checks (etwa axe) in der CI-Pipeline, Kontrast-Tokens im Design System und Tests mit echter Tastatur- und Screenreader-Bedienung.
Was Tools nicht abnehmen.
Automatisierte Prüfungen finden je nach Studie nur rund ein Drittel der Probleme. Sinnvolle Alternativtexte, eine logische Lesereihenfolge und bedienbare Komponenten entstehen nicht per Linter — sie brauchen Entscheidungen im Design und einen manuellen Check. Wer das auf den Schluss schiebt, zahlt drauf.
